Was ist Kommunikation?
"Lass uns morgen weiterquatschen, ich bin total müde."
Quatschen, sabbeln, reden, labern, ach, es gibt noch zig andere Begriffe für das, was Menschen in der Regel tun, wenn sie zusammen kommen.
Miteinander reden ist aber nicht auf Lautsprecher beschränkt. Mimik und Gestik sind ebenfalls elementare Mittel, sich mitzuteilen. Ebenso die Schriftsprache.
Aber: Mann/Frau redet, gegen die Wand, quasselt wie ein durchgedrehtes Uhrwerk oder über Themen, die dem Menschen gegenüber überhaupt nicht interessieren.
Noch schlimmer: Meist ist denen, die gerade den Ton angeben, ziemlich schnurz, ob ALLE das auch mitbekommen. Selbstdarstellung und mit Wissen oder Erfahrung protzen ist halt wichtiger.
Es gibt einen einfachen Grundsatz:.
Wer etwas mitteilen will, ist auch dafür verantwortlich, dass es beim Gegenüber ankommt - nicht umgekehrt!
"Ich kann mir keinen Zustand denken, der mir unerträglicher und schauerlicher wäre, als bei lebendiger und Schmerz erfüllter Seele der Fähigkeit beraubt zu, ihr Ausdruck zu verleihen."
(Michel de Montaigne)
Auch Menschen mit dafür fast nicht vorhandenen Fähigkeiten wollen, sollen, können sich mitteilen, wenn ihnen die Möglichkeit dazu gegeben wird.
Doch meist sind sprachlich Eingeschränkte dazu verdonnert, "nur" zuzuhören und Hörgeschädigte können oft weder "zuhören" noch am Gespräch aktiv teilnehmen. Und kognitiv eingeschränkte, die leichte Sprache brauchen, werden in der Regel eh übergangen
Teilhabe und Verständigung hängen untrennbar zusammen. Witze und sich über Schwerhörige und Ertaubte lustig machen, zeugen von der weitverbreiteten Dummheit angeblich “normaler gebildeter” Menschen.